Immergrüne Nadelgewächse wie Tannen, Kiefern oder Fichten sind ein schöner Blickfang. Wer sich ein bisschen mit der Zirbelkiefer beschäftigt hat, fragt sich früher oder später, ob dieser Baum nicht auch etwas für den eigenen Garten wäre. Da die Zirbe normalerweise in großen Höhen wächst und raues Klima bevorzugt, ist ein bisschen Skepsis, ob der heimische Garten der richtige Standort ist, durchaus berechtigt. Wir beantworten hier die wichtigsten Fragen rund um die Zirbelkiefer als Zierpflanze.

Zunächst einmal sei gesagt, dass die Zirbelkiefer ein relativ großer Baum ist. Sie wird bis zu 25 Meter hoch – das allerdings dauert Jahrzehnte bis Jahrhunderte. Dennoch solltest Du von Anfang an darauf achten, dass der Standort viel Platz bietet, damit sich der Baum auch wirklich gut ausbreiten kann. Ebenso solltest Du Dich fragen, ob Du wirklich langfristig einen 25 Meter hohen Baum im Garten haben möchtest und ob dieser nicht langfristig zum Beispiel zu viel Schatten verursacht (auch bei den Nachbarn!).

Zirbelkiefer AvatarEignet sich die Zirbelkiefer als Gartenpflanze?

Nunja – es kommt auf den Standort an. In alpinen Gärten kann es der Arve durchaus gefallen; an sehr warmen oder aber auch sehr schattigen Standorten fühlt sie sich nicht wohl. Frag am besten vor dem Kauf in einer Baumschule Deiner Wahl nach und beschreibe den von Dir angedachten Standort. Das Fachpersonal kann Dir sicher sagen, ob sich eine Zirbelkiefer in Deinem Garten wohlfühlt oder ob ein anderer Baum besser in Frage kommt.

Welche Erde bzw. welchen Boden braucht die Zirbe?

Die Kiefer mag trockene bis mäßig feuchte Böden, die lehmartig und sauer sind und ausreichend Nährstoffe bieten. Ganz wichtig ist ein sonniger aber kühler Standort, ansonsten ist sie eher anspruchslos.

Wann sollte sie gepflanzt werden?

Der richtige Pflanzeitpunkt ist zwischen Oktober und April. Der Boden sollte nicht gefroren sein.

Breiten sich ihre Wurzeln stark aus?

Normalerweise gehen ihre Wurzeln eher in die Tiefe als in die Breite. Du musst also nicht unbedingt Angst haben, dass die Wurzeln anliegende Mauern/Gebäude beschädigen. Auch hier gilt allerdings, dass es auf den Boden ankommt. Auch zu dieser Frage hilft Dir gerne das Fachpersonal einer Baumschule.

Mit welchen anderen Pflanzen verträgt sich die Zirbe gut?

In ihrem natürlichen Lebensraum wächst die Arve häufig zusammen mit Lärchen. In Ziergärten ergeben Rhododendren und Zirben eine schöne Kombination. Im Prinzip sollte sie allerdings als Solitärbaum gepflanzt werden.

Ich habe nur einen Balkon – kann ich Zirbelkiefern auch im Topf ziehen?

Klar, das geht auch. Da die Zirbe frosthart ist, kannst Du sie das ganze Jahr draußen stehen lassen. Allerdings wird sie irgendwann zu groß für einen Topf und muss an einen passenden Standort ins Freie gepflanzt werden. Und übrigens: Als Zimmerpflanze eignet sich dieser Baum gar nicht!

Meine Zirbe ist zu groß geworden – kann ich sie zurückschneiden?

Normalerweise verträgt dieser Baum einen Rückschnitt sehr gut – allerdings wird dadurch unweigerlich die „malerische“ Wuchsform zerstört. Äste schneidest Du direkt am Stamm ab; das Harz des Baumes verschließt die Wunde schnell. Da der Baum Zeit braucht, sich von einem Rückschnitt zu erholen ist es nicht verkehrt, störende Äste nach und nach (verteilt über mehrere Monate oder Jahre) zurückzuschneiden anstatt alle auf einmal.

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