Wer sich für Holzprodukte interessiert, fragt sich sicherlich auch, wie teuer Zirbenholz eigentlich ist. Preiswert ist es nicht gerade. Ein Kubikmeter kostet im Großhandel zwischen 1.000 und 1.300 Euro, während herkömmliches Kiefernholz schon für etwa 400 Euro zu haben ist.

Warum ist Zirbenholz so teuer?

Der hohe Preis entsteht durch verschiedene Faktoren. Optik, Haptik und die ihm nachgesagten Wirkungen machen Zirbenholz zu etwas ganz Besonderem:

  • Diese Holzart sieht besonders schön aus: Zirbenholz weist unabhängig vom Alter kaum Farbunterschiede auf und verfügt über eine recht gleichmäßige Dichte. Außerdem hat es eine ganz besondere, einzigartige Zeichnung bzw. Maserung.
  • Es lässt sich gut verarbeiten: Da die Äste der Zirbelkiefer fest mit dem Stamm verwachsen sind, bereiten sie bei der Verarbeitung keine Probleme, so typische Astlöcher im Holz nicht als qualitätsmindernd angesehen werden. Beim Schneiden oder Hobeln des Holzes entstehen außerdem keine Risse oder Splitter. Darüber hinaus ist Zirbenholz sehr leicht – es ist sogar das leichteste Holz aller hier beheimateten Nadelholzarten.
  • Es riecht gut und soll sich positiv auf das Wohlbefinden des Menschen auswirken: Sein Duft – der sich über Jahre hinweg halten kann – und seine besondere Haptik machen es zusätzlich zu etwas sehr Edlem.
  • Zirbenholz wird immer beliebter: In den letzten Jahren hat es immer mehr an Bedeutung und Beliebtheit gewonnen und ist dadurch immer teurer geworden. Starkes Abholzen hat den Bestand der Zirbelkiefer seit dem 18. Jahrhundert außerdem immer mehr dezimiert. Hinzu kommt, dass sie extrem langsam wächst und daher nicht „schnell“ nachgezüchtet werden kann.
  • Es kann nicht überall gekauft werden: Zirbenholz gibt es nicht einfach so bei jedem Schreiner und in jedem Möbelhaus.

Zirbenholz ist und bleibt etwas sehr Spezielles

Und das hat nunmal leider seinen Preis. Wer sich für Möbel aus Zirbenholz interessiert sollte außerdem bedenken, dass Massivholzmöbel immer einen Ticken teurer sind als herkömmliche (Einrichtungs-)Gegenstände. Insgesamt kann allerdings gesagt werden, dass auch der momentane „Zirben-Hype“ ordentlich an der Preisschraube gedreht hat.