Du fragst Dich, was die richtige Anwendung von Zirbenöl ist? Das erklären wir Dir in diesem Beitrag!

Die gute Nachricht zuerst: Für die Gewinnung von Zirbenöl müssen keine Bäume gefällt werden! Es reichen Baumteile, die bei der Verarbeitung der Zirbe - zum Beispiel bei der Produktion von Möbeln - als Abfallprodukt anfallen. Dazu gehören beispielsweise Holzteile, Zapfen, oder auch die Kiefernnadeln. Aus diesen wird per Dampfdestillation das ätherische Zirbenöl gewonnen. Dieses zeichnet sich durch seinen würzigen, angenehmen Duft, durch seine gelbliche bis durchsichtige Farbe und natürlich durch seine gesundheitliche Wirkung. Außerdem ist es für ein Öl überraschend dünnflüssig - sei also vorsichtig beim Dosieren!

Hinweise zur Anwendung von Zirbenöl

Anders als bei anderen ätherischen Ölen solltest Du es vermeiden, Zirbenöl pur auf die Haut zu geben, denn die im Öl enthaltenen Pinene (Reizstoffe) können zu Hautreizungen führen. Vermische das Zirbenöl deshalb immer mit einem so genannten "Trägeröl", wie beispielsweise Mande- oder Jojobaöl, Olivenöl oder Kokosöl. Dosiere das Zirbenöl dabei sehr vorsichtig! Bevor Du Zirbenöl (gemischt mit dem Trägeröl!) an Deine Haut lässt, teste erst an einer kleinen Stelle (z.B. am Arm), ob Du es auch verträgst.

Schwangere, stillende Mütter, Babys und Kleinkinder sollten auf die Anwendung von Zirbenöl sicherheitshalber verzichten - die Kraft der Natur kann sehr stark sein! Wenn Du unsicher bist, ob die Anwendung von Zirbenöl bei Dir in Frage kommt, so frag bitte Deinen Arzt oder Apotheker.

Anwenden kannst Du Zirbenöl auf vielfältige Weise:

Das Öl der Zirbe als Massageöl oder Saunaöl

Zirbenöl eignet sich hervorragend als Massageöl, da es Schmerzlinderung, Entzündungshemmung, Durchblutung und dadurch auch die Muskelregeneration fördert. Grund dafür sind die im Öl enthaltenen, oben bereits genannten, Pinene. Das sind Reizstoffe, die auch in Fenchel, Kümmel und Koriander vorkommen. Wenn Du Zirbenöl als Massageöl verwenden möchtest, mische es unbedingt mit einem Trägeröl wie Avocado-Öl, Mandelöl oder Kokosöl, um Hautreizungen zu vermeiden. Generell gilt, dass 5-10 Tropfen Zirbenöl auf 50ml Trägeröl kommen. Taste Dich bitte langsam an die richtige Anzahl Öltropfen heran!

Ebenso wird Zirbenöl gerne für Sauna-Aufgüsse verwendet. Hierfür wird spezielles Zirben-Saunaöl angeboten. Wie viele Tropfen Du pro Liter Wasser für einen Sauna-Aufguss verwendest, entnimmst Du bitte dem Etikett Deiner Saunaöl-Flasche, da die Angaben hier stark variieren. Selbstverständlich kannst Du auch normales Zirbenöl für Deinen Sauna-Aufguss nehmen, selbst wenn es nicht speziell als Saunaöl deklariert ist. Dann gibst Du einfach ca. 25 Tropfen in fünf Liter Wasser.

Zirbenöl im Badezimmer

Zirbenöl eignet sich auch als Badeöl (für Voll-, Sitz- und Fußbäder). Allerdings muss durch einen sogenannten Emulgator dafür gesorgt werden, das sich das Öl mit dem Badewasser vermischt. (Ein Emulgator ist ein Hilfsstoff, der es ermöglicht, dass sich zwei Flüssigkeiten, die sich normalerweise nicht vermischen lassen, eben doch miteinander verbinden. Öl und Wasser sind zwei solche Flüssigkeiten, die sich normalerweise nicht miteinander verbinden). Als Emulgatoren können Dir z.B. Honig, Flüssigseife, Sahne, Milch oder Salze dienen. Je nach Wassermenge mischst Du eine kleine Menge des Emulgators mit einigen Tropfen Zirbenöl. Fange auch hier klein an: 1 EL Emulgator, 5 Tropfen Zirbenöl und steigere Dich dann. Mehr als 15 Tropfen Zirbenöl sollten nicht nötig sein. Das Zirbenöl kannst Du übrigens auch mit anderen Badeölen (z.B. Rosmarin-Öl) mischen.

Vom Ölziehen hast Du vielleicht schon mal gehört: Es ist ein alter Brauch, vor dem Zähneputzen seinen Mund mit Öl zu spülen, um die Gesundheit von Zähnen und Zahnfleisch zu fördern und Mundgeruch zu reduzieren. Auch Zirbenöl eignen sich als Mundöl. Pro Glas Wasser nimmst Du 2-3 Tropfen Zirbenöl und spülst Deinen Mund damit aus. Beim Ölziehen gilt generell: Die Flüssigkeit bitte nicht herunterschlucken!

Insekten vertreiben mit dem Öl der Zirbe

Mit Zirbenöl lassen sich ganz wunderbar Insekten vertreiben! Insekten mögen nämlich keinen Zirbenholzgeruch. Um die Insekten dauerhaft aus Deinen Wohnräumen zu verbannen, kannst Du kreativ sein. Zum Beispiel kannst Du ein Zirbenkissen oder Zirbensäckchen, das Du regelmäßig mit Öl beträufelst in Deinen Kleiderschrank legen - dort nistet sich garantiert keine Motte und keine Hausstaubmilbe mehr ein.

Übrigens gibt es auch Kleiderbügel mit Zirbenduft gegen Motten. Darüber haben wir hier schon einmal berichtet.

Anwendung bei Erkältungen

Ein altes Hausmittel bei Erkältungen ist Inhalieren. Wenn Du einige (wenige!) Tropfen Zirbenöl in heißes Wasser gibst, hast Du ein 1A Mittel zur Inhalation!

Zirbenöl als Raumduft und für die Luftreinigung

Eine der beliebtesten Anwendungen von Zirbenöl ist die des Raumduftes. Es existiert eine Vielzahl an Duftlampen, Diffusern und Duftdosen, die mit ein paar Tropfen Zirbenöl das Raumklima erheblich verbessern. Egal, ob Du Dein Zirbenöl in eine mit Wasser gefüllt Duftlampge gibst, oder Deiner Duftdose zu einer Geruchs-Intensivierung verhelfen möchtest: Dosiere das Öl bitte sehr vorsichtig! Je nach Raumgröße kann schon eine kleine Menge (3 Tropfen) ausreichen, um den Raum angenehm zu beduften. Finde einfach selbst die richtige Menge heraus, die für Deine Duftlampe und Deine Raumgröße die richtige ist.

Ebenso gibt es mittlerweile eine Vielzahl an Luftreinigern am Markt, die durch Verwirbelung die Raumluft von schädlichen Stoffen wie beispielsweise Pilzsporen befreien können. Ein Beispiel dafür ist der Zirbenlüfter. Auch bei diesen Luftreinigern sorgt die regelmäßige Zugabe einiger Tropfen Zirbenöl für angenehme Raumluft und hohe Wirksamkeit.

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